Einladung: Mittwoch, 12. Februar 2014, 19 Uhr

Ein Dichter, begabt mit der Phantasie des Auges?

Grillparzer als Ballettkommentator

Vortrag: Dr. Gunhild Oberzaucher-Schüller
Moderation: Univ.-Prof. Dr. Johann Hüttner

Österreichische Gesellschaft für Literatur, 1010 Wien, Herrengasse 5

Am Beispiel von Fanny Elßler – jener Wiener Tänzerin, deren Weltkarriere auch heute noch legendenumwoben ist – wird belegt, dass Grillparzer ein überaus kenntnisreicher Beobachter der Ballettszene war. Vielleicht mehr noch, an Hand seiner Aussagen wird gefragt, ob nicht Grillparzer als einer der ganz wenigen textbezogenen Künstler jene „Phantasie des Auges“ besaß, die Hofmannsthals als notwendige Grundlage für ein Verstehen von Tanz ansah.

Freier Eintritt

Einladung: Mittwoch, 16. Oktober 2013, 19 Uhr

Franz Grillparzer in Mariahilf
Poetisches Genie im Beamtenrock – 1791–1872
Rezitationsabend, gestaltet von Otto Steffl

Moderation: Prof. Dr. Robert Pichl

Festsaal der Bezirksvorstehung Mariahilf, Wien 6, Amerlingstraße 11

Otto Steffl wird aus dem Werk Franz Grillparzers frei rezitieren bzw. vortragen und Dr. Robert Pichl zu den Texten wissenschaftliche Anmerkungen bringen.

Freier Eintritt

Einladung: Mittwoch, 4. Dezember 2013, 19 Uhr

Grillparzer und Therese von Artner
Vortrag: Dr. Franz Forster

Moderation: Ass.-Prof. Mag. Dr. Robert Pichl

Österreichische Gesellschaft für Literatur, 1010 Wien, Herrengasse 5

Therese von Artner, eine ungarn-deutsche Autorin des frühen 19. Jahrhunderts, damals sehr prominent, war mit Franz Grillparzer persönlich bekannt. Anscheinend hat sie zu Grillparzers Gedicht „Abschied von Gastein“ und auch zu sienem Drama „Sappho“ mit Anregungen beigetragen. Auch Ladislaus Pyrker hat ein Gastein-Gedicht verfasst. Ein Gedicht Theres von Artners könnte auch Ferdinand Raimund zu seinem Stück „Der Alpenkönig und der Menschenfeind“ angeregt haben.

Freier Eintritt

Buchneuerscheinung 2013

„Franz Grillparzer – Bilder aus einem Theaterleben“ von Gottfried Riedl

bilder aus einem theaterleben
Das Konzept dieses Buchs beruht auf einer möglichst chronologischen Darstellung des Lebens und Wirkens von Franz Grillparzer (1791–1872) durch zeitgenössisches Bildmaterial und Originaldokumente. Jedem seiner großen Dramen ist ein eigenes Kapitel gewidmet. Bilder aus den Manuskripten zeigen, dass Grillparzer auch über ein gewisses zeichnerisches Talent verfügte. Die Textdokumente erlauben einen Einblick in sein Werk und zeigen Besonderheiten seines Schaffens auf, wie die teilweise extrem lange Entstehungszeit der späteren Dramen oder die unerwarteten Schwierigkeiten mit der Zensur. Neben der akademischen Laufbahn bis zum Archivdirektor und hoch geehrten Mitglied des Reichsrats kommt auch die persönliche Biographie mit teilweise erschütternden Dokumenten über den Tod des Bruders oder der Mutter, die vielleicht Grillparzers spätere Charakterzüge erklären, nicht zu kurz. Das historische Bildmaterial des Buchs beinhaltet unter anderem Porträts Grillparzers und der wichtigsten Personen aus seinem Umfeld, Szenenbilder, Theaterzettel und Manuskriptseiten seiner Dramen, seine Wohn- und Wirkungsstätten sowie persönliche und berufliche Dokumente. Rund ein Viertel der 120 Abbildungen wird in Farbe wiedergegeben. Aus allen Hauptwerken wird ausführlich zitiert, dazu kommen Auszüge aus eigenen Überlegungen Grillparzers über seine Werke aus Briefen, Tagebüchern und theoretischen Schriften sowie Dokumente zur Wirkung und Aufnahme seiner Dramen. Aufgrund seiner tiefen Enttäuschung nach dem Misserfolg von Weh dem, der lügt! 1838 ließ Grillparzer zu seinen Lebzeiten kein weiteres neues Werk mehr aufführen, trotzdem waren seine früheren Dramen weiterhin am Hofburgtheater zu sehen und erlebten vor allem unter der Direktion von Heinrich Laube besondere Erfolge.
Siehe auch die anderen beiden Bände der Reihe:
→Johann Nestroy – Bilder aus einem Theaterleben
→Ferdinand Raimund – Bilder aus einem Theaterleben

Verlag Lehner→
112 Seiten
14,8 x 21 cm
32 Farb- und 93 SW-Abbildungen
Hardcover mit Schutzumschlag
ISBN 978-3-902850-01-0
Euro 19,90 / sfr 34,80

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