Hörbuch/Hörspiel

„Der arme Spielmann“

Erschienen bei Lübbe Audio
Bestellung bei Amazon (versandkostenfrei)

„Der ‚arme Spielmann‘ ist schön, nicht wahr? Ich erinnere mich, ihn einmal meiner jüngsten Schwester vorgelesen zu haben, wie ich niemals etwas vorgelesen habe. Ich war so davon ausgefüllt, daß für keinen Irrtum der Betonung, des Atems, des Klangs, des Mitgefühls, des Verständnisses Platz in mir gewesen wäre, es brach wirklich mit einer unmenschlichen Selbstverständlichkeit aus mir hervor, ich war über jedes Wort glücklich, das ich aussprach.“
Franz Kafka an Grete Bloch


Mit
Peter Simonischek
Peter Matic
Adina Vetter
Hans Dieter Knebel

Aufgenommen bei BLAUTÖNE das tonstudio; clipwerk
Aufnahme und Schnitt Klaus Gartner
Mastering Klaus Gartner, Christoph Burgstaller
Regie, Redaktion und Produktion Christian Papke
Musik Nicolas Geremus
Executive Producer Lübbe Audio, Marc Sieper
Copyright Audiofassung 2008 Lübbe Audio Copyrights

Bearbeitung und Inszenierung von Christian Papke
als Auftakt der Serie „Schauspieler aus dem Wiener Burgtheater“

Internationales Symposion, 21. bis 23. Mai 2009

Grillparzer und Hebbel:
Tragödie im Theater des 19. Jahrhunderts
Grillparzer Gesellschaft (Wien)
Hebbel-Gesellschaft (Wesselburen)
Leitung: Monka Ritzer, Johann Hüttner

Österreichische Gesellschaft für Literatur 1010 Wien, Herrengasse 5
Programm
Donnerstag, 21.Mai 2009

9:00 Johann Hüttner (Wien): Begrüßung
9:15 Monika Ritzer (Leipzig)
Trauerspiel versus Tragödie: Konstellationen des 19. Jahrhunderts im Drama der Antipoden Grillparzer und Hebbel
10:00 Jürgen Söring (Neuchâtel)
Rechtsordnung, Pleonexie und Tragödie. Einige allgemeine Erwägungen mit einem Ausblick auf Grillparzers Bruderzwist in Habsburg und Hebbels Demetrius-Fragment

Kaffeepause

11:00 Martin Huber (Hagen)
Vom Mythos zur Geschichte. Formen der Retheatralisierung bei Grillparzer und Hebbel
11:45 Katherine Arens (Austin)
Belehrende Öffentlichkeitssphäre oder didaktischer Erinnerungsraum? Geschichtsdramen und Geschichte als ‚Querelle des Anciens et des Modernes’

Mittagspause
14:15 Herbert Kaiser (Duisburg-Essen)
"Die Wahrheit ist der Tod der Intention" (Walter Benjamin). Notwendigkeit und Schuld in den Dramen von Hebbel und Grillparzer
15:30 Walter Obermaier (Wien) führt durch das Wien Grillparzers und Hebbels

Gemeinsames Abendessen


Freitag, 22. Mai 2009

9:00 Hartmut Reinhardt (Trier)
Heldendämmerung. Die Krise des Heroischen bei Hebbel und Grillparzer.
9:45 Ritchie Robertson (Oxford)
Der patriotische Minister bei Grillparzer und Hebbel

Kaffeepause

11:00 Jürgen Hein (Münster)
„Augiasställe“ vs. „Volksgeist“: Hebbel, Grillparzer und das Wiener Volkstheater
11:45 Brigitte Dalinger (Wien)
„Die Judith der Bibel kann ich nicht brauchen“: Hebbels Adaption des Judith-Stoffs und Nestroys Satire

Mittagspause

14:00 Ulrike Tanzer (Salzburg)
„Zur Liebes- und nicht zur Tugendheldin bestimmt“: Franz Grillparzers Ester-Rezeption
14:45 Johann Sonnleitner (Wien)
Jungfrau und Weib: Zur Typologie des Weiblichen in Hebbels Trauerspiel Judith

Kaffeepause

16:00 Wolfgang Müller-Funk (Wien)
Hebbel und Grillparzer. Tableaus aus Franz Kafkas
Tagebüchern 1918–1920

Abendpause

19:30 Helga Illich (Wien) liest Texte von Franz Grillparzer und Friedrich Hebbel


Samstag, 23. Mai 2009

9:00 Hilde Haider (Wien)
Grillparzers Schauspielertheater
9:45 Petra Stuber (Leipzig)
Seltsame Vorstellungen von Grillparzer und Hebbel. Inszenierungspraxis und Theatergeschichtsschreibung

Kaffeepause
11:00 Matthias Grüne (Leipzig)
Grillparzer und Hebbel am Burgtheater: Heinrich Laubes Inszenierungen
11:45 Michael Gmaij (Leipzig)

Aktuelle Inszenierungen Grillparzers und Hebbels
Schlussdiskussion

Einladung: Mittwoch, 19. November 2008, 19 Uhr

Aus ,böhmischer‘ Sicht.
Zum Engagement des Alfred Klaar für Franz Grillparzer

Vortrag: Ao. Univ.-Prof. Dr. Klaus Heydemann (Langjähriges Mitglied des früheren Instituts für Vergleichende Literaturwissenschaft der Universität Wien)

Moderation: Univ.-Prof. Dr. Johann Hüttner

Österreichische Gesellschaft für Literatur 1010 Wien, Herrengasse 5, Mittwoch, 19. November 2008, 19 Uhr

Der Vortrag behandelt einen, wie es scheint, etwas verdeckten Strang der cisleithanischen Grillparzer-Rezeption. Der Schriftsteller und Journalist Alfred Klaar wurde in Prag als ‚Literaturpapst‘ gesehen und behielt die Position eines anerkannten Kritikers auch nach seiner knapp vor 1900 erfolgten Übersiedlung nach Berlin.

Einladung: Mittwoch, 10. Dezember 2008, 17 Uhr

Grillparzer und sein
„Capua der Geister“.
Spaziergänge, Geschichtchen –
ein Leben in Wien

Vortrag: Hon.-Prof. Dr. Lorenz Mikoletzky (Generaldirektor des Österreichischen Staatsarchivs, Honorarprofessor für Neuere Geschichte an der Universität Wien)

Moderation: Univ.-Prof. Dr. Johann Hüttner

Österreichische Gesellschaft für Literatur 1010 Wien, Herrengasse 5, Mittwoch, 10. Dezember 2008, 17 Uhr

Einladung: Freitag, 4. April 2008

Grillparzer am Meininger Hoftheater – ein vergessenes Stück Theatergeschichte

Vortrag: Prof. Dr. Petra Stuber (Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig)

Moderation: Univ.-Prof. Dr. Johann Hüttner

Österreichische Gesellschaft für Literatur 1010 Wien, Herrengasse 5, Freitag, 4. April 2008, 19 Uhr

Ab 1874 ging das Meininger Hoftheater von Georg II. von Sachsen-Meiningen auf seine spektakulären Gastspielreisen durch Europa, die sie mehrfach auch nach Wien führten. Ab 1875 wurden bei diesen Gastspielen auch Grillparzers Esther-Fragment und Die Ahnfrau gegeben, nur in Wien zeigten die Meininger beide Inszenierungen lange nicht. Von diesen beiden alten Inszenierungen wird im Vortrag ausführlicher die Rede sein, es haben sich in den Archiven in Meiningen unter anderem originale Dekorationen und Rollenbücher erhalten. Grillparzer gehörte für die Meininger neben Shakespeare, Schiller, Kleist und Molière zu den Göttern, so jedenfalls formulierte es einmal Hans von Bülow. Zur Theaterzeit von Georg II. wurden auch Das Goldene Vließ, Die Jüdin von Toledo, Sappho, Des Meeres und der Liebe Wellen und Weh dem, der lügt gespielt. In der opulenten Geschichtsschreibung zu den Meiningern steht jedoch über diese Grillparzer-Inszenierungen und über den Erfolg von Esther und Ahnfrau auf den Gastspielreisen kein Wort.

Petra Stuber, Prof. Dr. phil. habil.; seit 2001 Professorin für Theatergeschichte und Dramaturgie an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ in Leipzig, Habilitation 1998 mit einer Schrift zur Geschichte des DDR-Theaters (veröffentlicht unter dem Titel „Spielräume und Grenzen. Studien zum DDR-Theater“, Berlin 1998 und 2000); Arbeiten zum Gegenwartstheater, Forschungsschwerpunkt derzeit: Theater im 19. Jahrhundert.

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